Paradontitis

Moderne Parodontose-Behandlung in Duisburg

Wir erzielen eine außerordentlich hohe Erfolgsquote bei der unkomplizierten und fortschrittlichen Therapie von Parodontitis. In unserer Zahnarztpraxis in Duisburg stehen wir Ihnen auch bei anspruchsvollen Fällen zur Seite.

Autor: Dr. Reinhold Ast
Letzte Aktualisierung: 30.05.2024

Parodontitis, auch bekannt als Zahnfleischentzündung, zählt zu den häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland und betrifft über 70% der Bundesbürger ab dem 40. Lebensjahr. Diese Erkrankung sollte keinesfalls unterschätzt werden, da sie bei fortschreitendem Verlauf zum Zahnverlust führen kann. Eine angemessene Therapie ist daher entscheidend. In unserer zahnärztlichen Praxis in Duisburg haben wir uns seit vielen Jahren auf die Behandlung der Parodontitis spezialisiert und weisen eine besonders hohe Erfolgsrate auf.

 

Was genau ist eine Parodontitis?

Eine Parodontitis, umgangssprachlich oft als Parodontose bezeichnet, ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt, schreitet sie fort und kann zum Verlust von Zähnen führen. Doch ist sie oft nicht leicht zu erkennen, da sie in der Regel schmerzfrei verläuft und meist erst bei einer Prophylaxe-Sitzung diagnostiziert wird.

Es ist wichtig, die Parodontitis nicht zu unterschätzen, da sie als Begleiterkrankung zahlreicher anderer ernstzunehmender Gesundheitsprobleme gilt, wie Schlaganfälle, Frühgeburten und Diabetes. Unbehandelt kann die Parodontitis den Kieferknochen angreifen, was zu Knochenrückgang und letztendlichem Zahnverlust führen kann.

Wenn die Parodontose frühzeitig erkannt wird, kann sie in der Regel unter örtlicher Betäubung behandelt werden. Die Therapie gleicht im Wesentlichen einer erweiterten und gründlichen Zahnreinigung, bei der die betroffenen Zahnwurzeloberflächen gereinigt und geglättet werden. Dadurch strafft sich das Zahnfleisch und passt sich besser um den Zahn herum an. Nur in wenigen Fällen ist ein offenes chirurgisches Verfahren erforderlich.

In unserer Zahnarztpraxis in Duisburg legen wir großen Wert auf eine moderne, effiziente und erfolgreiche Parodontologie.

 

Symptome

Je nach Stadium und Fortschritt variieren die Symptome einer Parodontitis und gelten allgemein als äußerst vielfältig. Typische Anzeichen sind:

  • Auffällig entzündetes Zahnfleisch, erkennbar an Rötung und Schwellung
  • Häufiges Zahnfleischbluten (z. B. beim Zähneputzen)
  • Rückgang des Zahnfleischs
  • Bildung von Zahnfleischtaschen
  • Allgemeine Zahnfleischbeschwerden
  • Mundgeruch (Halitosis)
  • Lockerung der Zähne

Diese Symptome sind ernstzunehmende Warnzeichen für eine mögliche Parodontitis und sollten unverzüglich von einem Zahnarzt untersucht werden. Sobald Sie eines dieser Anzeichen bemerken, ist es ratsam, sofort ärztlichen Rat einzuholen, um eine mögliche Parodontitis zu diagnostizieren und behandeln zu lassen.

 

Was sind die Ursachen einer Parodontitis?

Es gibt zwei Hauptarten der Parodontitis:

1. Die Marginalparodontitis tritt häufiger auf und entsteht im Zahnfleischbereich.
2. Die Apikale Parodontitis ist seltener und beginnt an der Wurzelspitze.

Parodontitis lässt sich in der Regel nicht allein auf eine schlechte Mundhygiene zurückführen. Vielmehr können ein geschwächtes Immunsystem und/oder genetische Faktoren die Erkrankung begünstigen. Zusätzlich kann eine unzureichende Ernährung, insbesondere eine Ernährung mit säurehaltigen und zuckerreichen Lebensmitteln, in Kombination mit anderen Faktoren die Entstehung von Parodontitis fördern.

 

Risikofaktoren

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko einer Parodontitis-Erkrankung erhöhen. Einige bekannte Risikofaktoren sind:

  • Unzureichende Mundhygiene
  • Rauchen
  • Ungesunde Ernährung, insbesondere saure Nahrungsmittel
  • Immunschwäche oder Immunerkrankungen
  • Diabetes
  • Genetische Veranlagung
  • Zähneknirschen (Bruxismus)

Eine vorhandene Parodontitis kann den Verlauf anderer Krankheiten negativ beeinflussen. Gleichzeitig können jedoch auch andere Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes, das Auftreten einer Parodontose begünstigen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben inzwischen gezeigt, dass eine Wechselwirkung zwischen Parodontitis und anderen Krankheiten besteht.

 

Krankheitsverlauf der Parodontitis

Zahnärzte unterscheiden zwischen zwei Hauptarten der Parodontitis: der seltenen aggressiven Form und der häufigeren chronischen Variante.

Die aggressive Parodontitis entwickelt sich schnell und zeichnet sich durch einen raschen Verlauf aus. Diese Form wird oft durch aggressive Bakterien ausgelöst. Ein spezieller Keimtest kann helfen, die verursachenden Mikroorganismen zu identifizieren. Typischerweise sind bei der aggressiven Parodontitis lokalisierte Zahnfleischtaschen vorhanden, die jedoch zu erheblichem Knochenabbau und -verlust führen können. Diese Veränderungen sind oft durch Röntgenaufnahmen nachweisbar.

Die chronische Parodontitis, die häufiger vorkommt, entsteht langsam und entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Hier bilden sich Zahnfleischtaschen, ohne dass es zu massiven Knocheneinbrüchen kommt. Da diese Form in der Regel schmerzfrei verläuft, wird sie oft erst spät erkannt. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (Prophylaxe) ermöglichen eine frühzeitige Diagnose, indem vorhandene Zahnfleischtaschen mit einer speziellen Sonde vermessen werden.

Der typische Verlauf der chronischen Parodontitis kann wie folgt skizziert werden:

  • Leichte bis mittlere Zahnfleischentzündungen
  • Fortgeschrittene Entzündungen, die den Zahnhalteapparat betreffen
  • Bildung von Zahnfleischtaschen mit Knochenabbau im Kieferbereich
  • Lockerung und möglicher Verlust eines oder mehrerer Zähne

Der Krankheitsverlauf einer Parodontitis variiert individuell. Rauchen wird als Risikofaktor betrachtet, da Nikotinkonsum zu Gefäßverengungen führt und frühe Symptome wie Zahnfleischbluten unterdrücken kann. Dies kann zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen, insbesondere bei Rauchern, führen.

 

Diagnose

Die Diagnose der Parodontitis erfordert eine gründliche Untersuchung des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats. Dabei wird der Kiefer auf mögliche Zahnlockerungen überprüft, und die Tiefe von Zahnfleischtaschen wird mittels spezieller Sonden gemessen. Röntgenaufnahmen helfen dabei, das Ausmaß der Parodontitis im Kiefer zu visualisieren und ihre Schwere zu bestimmen. Durch die Analyse spezieller Keimtests im Labor wird ermittelt, welche Erreger die Erkrankung verursacht haben und in welchem Ausmaß sie vorhanden sind.

Es ist ratsam, vor einer Parodontitis-Behandlung diese Keimtests durchzuführen, da sie die Grundlage für einen individuell angepassten Therapieplan bilden. Wir passen die Diagnose sowie die Keimtests speziell auf Ihre Bedürfnisse als Patient an, um einen maßgeschneiderten Behandlungsansatz sicherzustellen.

 

Moderne Parodontose-Behandlung

Unsere Therapieansätze werden stets auf den individuellen Krankheitsverlauf, die Symptome und das aktuelle Stadium der Parodontitis zugeschnitten. In unserer Zahnarztpraxis in Duisburg stehen unterschiedliche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung:

 

Klassische Parodontitis – Therapie

Die traditionelle Therapie für Parodontitis ist eine häufig angewandte Methode und verläuft wie folgt:

  • Unser spezialisiertes Fachpersonal führt eine gründliche Zahnreinigung durch, bei der Zahnstein, oberflächliche Beläge und der Biofilm über dem Zahnfleisch entfernt werden.
  • Anschließend erfolgt eine genaue Messung der Zahnfleischtaschentiefe mit einer speziellen Sonde. Auf Wunsch kann dabei auch ein Keimtest durchgeführt werden. Wir empfehlen grundsätzlich diesen Test, da seine Ergebnisse für die Optimierung des individuellen Behandlungsplans relevant sein können, besonders bei der Verwendung von Antibiotika.
  • Der abschließende Schritt umfasst die geschlossene Parodontitis-Behandlung: Ablagerungen unterhalb des Zahnfleischs und Zahnbeläge werden behutsam entfernt. In einigen Fällen können spezielle antiseptische Gelatine-Chips in tiefe Zahnfleischtaschen eingebracht werden, um die Regeneration des Zahnfleischs zu fördern.

Nach der Therapie bieten wir detaillierte und persönliche Informationen zur Vorbeugung von Parodontitis durch eine effektive häusliche Mundhygiene. Wir empfehlen grundsätzlich die Verwendung einer speziellen Zahnpasta gegen Parodontitis und das sogenannte „Ölziehen“ mit kaltgepresstem Sesam- oder Sonnenblumenöl.

Direkt im Anschluss an die Behandlung kann die Verwendung einer speziellen Mundspüllösung mit Chlorhexidin (CHX) für zwei Wochen empfohlen werden, um die Regeneration des Zahnfleischs zu unterstützen.

Eine anschließende Prophylaxe sollte alle drei Monate nach der Behandlung durchgeführt werden, wobei seit dem 1.7.2021 für gesetzlich Versicherte in vielen Fällen die unterstützende Parodontitistherapie (UPT) übernommen wird.

Die Einhaltung sämtlicher häuslichen und zahnärztlichen Pflegeroutinen ist entscheidend für den Erfolg der Parodontitis-Behandlung und sollte nicht unterschätzt werden. Eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen steigert die Chancen auf langfristigen Behandlungserfolg erheblich.

 

Chirurgische Behandlung

Sobald Anzeichen wie lockere Zähne, ein deutlicher Rückgang des Kieferknochens oder Zahnfleischtaschen mit einer Tiefe von mehr als 6 mm auftreten, kann nach Abschluss der oben genannten Therapie eine Überlegung zur chirurgischen Behandlung erforderlich sein.

In solchen Fällen wird das entzündete Zahnfleisch operativ geöffnet, beiseite geklappt und das infizierte Gewebe präzise entfernt. Eine gründliche Reinigung der Knochen- und Wurzeloberflächen der betroffenen Zähne erfolgt sorgfältig mit speziellen Instrumenten. Eventuelle Hohlräume im Kieferknochen werden mit künstlichem oder körpereigenem Knochenmaterial aufgefüllt. Eine spezielle selbstauflösende Regenerationsmembran, bekannt als „Guided Tissue Regeneration“, wird platziert, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Anschließend wird das behandelte Zahnfleisch sorgfältig verschlossen, vernäht und mit einem Verband geschützt. Die vollständige Heilung dauert in der Regel sechs bis acht Monate, und der geschädigte Knochen kann teilweise regenerieren.

 

Prognose

Wird die Parodontitis frühzeitig erkannt und angemessen behandelt, kann sie in den meisten Fällen gestoppt und stabilisiert werden. Empfehlenswert ist es, alle drei bis vier Monate eine professionelle Zahnreinigung oder eine unterstützende Parodontitistherapie (UPT) durchzuführen, um diesen verbesserten Zustand langfristig zu bewahren.

 

Vorbeugung einer Parodontitis

Neben der eigenen Zahnpflege ist die professionelle Prophylaxe durch zahnmedizinisches Fachpersonal von entscheidender Bedeutung, um eine Parodontitis frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern. Es wird dringend empfohlen, mindestens alle sechs Monate eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Bei bestehender Parodontitis ist eine vierteljährliche Prophylaxe als Nachsorge empfehlenswert. Zusätzlich sollten allgemeine zahnärztliche Untersuchungen zweimal jährlich erfolgen.

Diese präventiven Maßnahmen sind äußerst effektiv zur Vorbeugung von Parodontitis. Insbesondere Risikogruppen wie Raucher sollten diese Pflegeroutinen strikt befolgen, um das Risiko zu minimieren.

 

Besonderheiten unserer Zahnarztpraxis in Duisburg

Unsere Zahnarztpraxis in Duisburg ist auf sämtliche Bereiche der Parodontologie spezialisiert.

Wir offerieren:

  • Mehr als 20 Jahre Erfahrung im Fachgebiet
  • Umfassende fachliche Expertise
  • Fundierte Beratung
  • Hohe Erfolgsquote in der Behandlung
  • Therapie weit fortgeschrittener oder schwieriger Fälle
  • Verwendung von minimalinvasiven AirScalern (Ultraschall) für schonende Eingriffe
  • Bei Bedarf auch oralchirurgische Eingriffe
  • Ganzheitliche Prophylaxe-Maßnahmen
  • Weitestgehend schmerzfreie Behandlungen
  • Sedierung (auf Wunsch)
  • Ästhetische Zahnfleischkorrektur
  • Nachsorge & Prophylaxe
DGZMK - Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

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